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Die Evolution der Popmusik oder warum nach Nirvana alles scheiße war Teil 2

So, es halt also doch zwei Wochen gedauert, aber nun bin ich wieder da! Vorletzte Woche versuchte ich die "Gefahren" von populärer Musik zu erläutern, heute kommen wir auf die Bands zu sprechen die nach Nirvana den Olymp erklimmen. Wir werden uns also in den guten, alten Neunzigern aufhalten, mit gelegentlichen Ausflügen ins aktuelle Jahrtausend. Wir beginnen mit einer sehr unappettitlichen Band.

Die Kelly Family: Irgendwann in den Neunzigern schaffte es eine sehr große, langhaarige Sippe an die Spitze der Charts. Mit selbstgenähten Kleidern, triefender Musik und sehr viel Hype. Plötzlich standen sie oben, aber keiner wollte was damit zu tun haben. Aber irgendeiner musste ja. Ich persönlich kann von mir behaupte, das mein erstes Konzert eines der Kelly Family war, in der Fußgängerzone (kein Witz!). Und natürlich kamen über diese Band ganz in Tradition zu Elvis, den Beatles, den Stones oder wen auch immer, von der breiten Masse Vorwürfe. Verderben sie die Jugend? Sind sie Teufelsanbeter? Nein, sie stinken (sic)! SIE STINKEN! Das soll alles sein? Da sind wir aber härtere Bandagen gewöhnt.

Take new backstreets in the sync life zone: Es wäre mühselig alle Boybands aufzuzählen, die auf einmal modern waren. Sie hörten sich eh alle gleich an, sahen gleich aus und waren nach dem gleichen Schema aufgebaut. Und warum wurde diese Musik zerrissen? Weil es seelenlose Reißbrettmusik mit schlechten Tanzeinlagen, dummen Texten und noch dümmeren Bandmitgliedern war? Nein, sie waren schwul! SIE WAREN SCHWUL! Na, ja das Styling haben sich heute ja einige "metrosexuelle" "Männer" abgeschaut, von daher müßte heute die ganze Welt schwul sein. Immerhin haben sich zwei inzwischen geoutet (Robbie Williams zählt nicht, da er aufgrund jahrelangen Konsums seiner eigenen Musik unzurechnungsfähig geworden ist).

 Und wer dient heute als schlechtes Vorbild? Ja, es gibt sie wieder! Populärmusik ist wieder gefährlich! Dank der tollen Gangstarapper, aufgrund derer das Fernsehen von heute auf den absoluten Niveaunullpunkt angelangt ist. Ich freue mich schon darauf, wenn sie die Medien übernehmen. Dank ihnen werde in Zukunft kaum noch Leute mit Doktortiteln oder guten Abschlüssen bewundert, sondern vielmehr aufgrund ihrer Einschusslöcher (die es in der Bravo als Abziehbilder geben wird).

Ich weiß heute ist es ein wenig kürzer, aber was soll man sich noch über Musik aufregen? Ich möchte nun mal zeigen, wer eigentlich statt wen in den Mainstream gehört(e).

Kiss - Misfits

Kiss waren geschminkt, sahen komisch aus und der Bassist war der Bekannteste. Wo liegt also der Unterschied zu den Misfits? Nun, Kiss betete angeblich auch den Teufel an, wie so viele. Sie waren von der dunklen Seite, wie so viele. Das Problem: Sie sangen: "I was made for loving you, baby." Hört sich so des Teufels rechte Hand an? Nein, die singt: "If I cut up your arms, cut up your legs, would you still love me?" Die Misfits konnten mehr schocken und machten auch bessere, passendere Musik. Aber Kiss war aufgrund der Kiss-Army auch nur ein Promogag der US-Army.

Queen - Turbonegro

Ich gebe zu ein gewagter Vergleich. Ich könnte auch viele andere Bands der leidigen Achtziger nehmen, aber Freddie Mercury ist doch ein großes Symbol der Schwulengemeinde. Warum könnten das nicht auch Turbonegro sein? Ich weiß, sie sind nicht wirklich schwul, aber mit dem Image sorgen sie dafür, das homosexuelle Liebe auch unter Rockern akzeptiert wird. Das haben nicht mal Queen geschafft.

Robbie Williams - Morrissey

Eigentlich ein unfairer Vergleich. Robbie Williams kennt jede Sau, weil er in einer langweiligen Boyband war. Er ist in den Medien präsent, spielt sein Image und ist vielleicht innerhalb Europas der bekannteste Popstar. Mozza war in einer spannenden Popband, hat aber nicht annähernd so viel Erfolg wie Robbie. Beide sind Engländer, Williams ein langweiliger, Mozza der Spannendste. Aber die Masse sieht das nicht, obwohl Mozzas Lieder die Welt verbessern könnten.

U2 - Dead Kennedys

Bono ist ja wahnsinnig stolz seine als Guterwille-Taten getarnten Promogags zu inszenieren. Aber an die politische Kraft eines Jello Biafra kommt er leider nicht ran. Warum? Hat er mal als Bürgermeister kandidiert (und verloren)? Nein, weil er nicht hinter dem steht was er sagt. Ein Jello Biafra schon.

Revolverheld - Tocotronic

Es tut mir in der Seele weh, zu sehen wie eine Band wie Revolverheld die Charts stürmt. Die sind so mies, da gibt es gar kein Ausdruck dafür. Ein paar Jahre früher kam Tocotronic auf die Bühne, aber ohne den Erfolg. Warum? Weil sie aussprachen was die Jugend fühlt und das wird nciht gerne gesehen. Dann lieber eine Band die ausspricht was die Jugend fühlen soll.

50 Cent - Sole

Ich weiß, keiner von euch hat je den Namen "Sole" gehört. Er wurde auch nicht neunmal angeschossen oder war als Kind schon am Drogen verticken. Er ist soger weiß und rappt nur weil er nicht schlau genug ist ein Buch zu schreiben. Aber wenn er irgendwann mal schlau genug ist und eins schreibt, werde ich es lesen. Ich habe noch nie Rap mit mehr Gehalt in den Texten gehört. Aber die Tür zum Mainstream ist verschlossen, denn da werden Bitches gefickt und Faker erschossen.

 

Das war es für heute und ich verspreche euch, beim nächsten Mal geht es nicht um Musik. Vielleicht um Politik. Vielleicht auch um Fußball. Oder darum, weil die Simpsons das Beste sind, was je erschaffen wurde.

Bis nächste Woche, bleibt sauber und haltet euer drittes Auge offen.

 

2.6.07 03:40





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