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Die Evolution der Popmusik - Oder warum nach Nirvana alles scheiße war Teil 1

Popmusik ist eine Abkürzung von „populäre Musik“ und bezeichnet Unterhaltungsmusik. Der Begriff bezeichnet

  • einerseits bei der breiten Masse sehr beliebte und somit kommerziell sehr erfolgreiche Musik,
  • andererseits einen eingängigen, harmonischen und melodiösen Stil, in Abgrenzung zur Rockmusik mit ihren raueren, wilderen Ausdruckformen

So definiert also Wikipedia das Thema Popmusik. Doch war es nicht immer so, das die Musik die populär war, zeitgleich auch in der breiten Masse eher auf Ablehnung und Angst stieß? Gehen wir doch mal in der Zeit zurück in die guten alten 50er Jahren.

In den 50er Jahren saß der Schock des zweiten Weltkrieges noch sehr tief. Dann kam das amerikanische Label auf die Idee einen Weißen unter Vertrag zu nehmen, der die Stimme eines Schwarzen hat. Die Rede ist natürlich von Elvis Presley.

Doch wie waren die Reaktionen der Bevölkerung auf den "King of Rock'n'Roll"? Geteilt. Die junge Generation war natürlich hin und weg. Die älteren fanden den Huftschwung doch sehr obszön und hätten die Musik am Liebsten verboten. Doch sein Triuimphzug war so groß, das er bis in die heutige Gegenwart alltäglich ist, es gibt ein Museum, Nachahmer-Bewerbe und jeder zweite Amerikaner behauptet, das er lebt. Also der perfeke Popstar?

Mitnichten! Wie schon erwähnt, hätte die ältere Generation seine Musik am liebsten verboten. Mädchen waren bereit alles für ihn zu tun und Jungs ahmten sein Outfit nach, um bei den Mädchen bessere Chancen zu haben. Kurzum, seine Musik war "gefährlich". Eine Gefahr für die heile Welt und die sittliche Ordnung. Dazu passt natürlich, das Elvis an einer Überdosis Tabletten starb, in einem zustand, indem er kein Vorbild mehr sein konnte und auch keins mehr sein wollte.

Wer war denn der nächste "Popstar"? Genau genommen waren es vier Engländer, die mit ihren schönen Melodien und ihren Pilzfrisuren die Charts ebsenso stürmten wie die Herzen aller jungen Frauen.

Die Beatles waren ein Phänomen. Die Musik war nicht wirklich originell, trotzdem werden sie bis heute in allen Altersgruppen verehrt, Aber sie lösten Massenhysterien aus. Und wieder kam das Spießbürgertum ihnen auf die Schliche. Es verstecken sich auf ihren Platten satanische Botschaften. Wenn man die Platten rückwärts abspielt, hört man diese. Wow! Bis heute konnte noch kein Beweis gebracht werden, das das wirklich stimmt. Aber sind wir doch mal ehrlich: Wenn es ein Musiker schafft, Musik normal ein zu spielen, die rückwärts gespielt Botschaften erhält, dann ist das wohl der größte Musiker aller Zeiten! Zeig mir einen, der das kann und ich nehme ihn sofort unter Vertrag und werde Millionär.

Lange Rede, kurzer Sinn, auch die Beatles waren "gefährlich". Und die Spätfolgen waren auch nicht zu verachten: Charles Manson, häßliche Brillen, Yoko Ono und zum Teil auch die Hippies gehen auf ihr Konto.

Apropos Hippies: Die schafften es mit ihren harmonischen Melodien, exzessiven Graskonsum, Woodstock und freier Liebe die USA in eine schwere Identitätskrise zu stürzen. Bis heute bleibt die Hippiezeit die größte Protestbewegung, bei der Antikriegsattitüde und Popmusik Hand in Hand gingen. Wieder mal war Popmusik bei der breiten Masse "gefährlich".

Die 70er und 80er Jahre brachten eine ganze Menge Mainstream-Trash hervor (Wobei die Sex Pistols auch "gefährlich" waren). Warum? Vielleicht ein Versuch der Reichen und Mächtigen uns Untergrundkämpfer mürbe zu machen. Aber nicht mit uns!

Im Jahr 1991 wird zurück geschossen. Ich hoffe zutiefst, das der verantwortliche Mitarbeiter, der "Smells like teen Spirit" von Nirvana auf Heavy Rotation setzte, entlassen wurde. Ein gammeliger, blonder Junkie schrabbelte lustlos auf seiner Gitarre und raunte ins Mikro "Here we are now, entertain us". Die Single schoß wider Erwarten auf Platz eins! Die Generation X war geboren und die Popmusik heiratete den krach.

Die Zeit war auch reif. Der Golfkrieg, die Berliner Mauer, das waren die großen Themen. Und die Jugend war es leid, leicht zugängliche Melodien zu ertragen. Nirvana war zur richtigen Zeit am richtígen Ort. Zudem waren die Antistars geboren.

Kurze Randnotiz: Die Zahl jugendlicher Suizidopfer stieg dramatisch an, als sich Kurt Cobain das Leben nahm. Viele Überlebende fragen sich heute noch, was wäre wenn Kurt Cobain noch leben würde. Meine Meinung dazu ist ganz klar. Er kann heute gar nicht mehr leben. Er musste sterben, um seine Musik glaubhaft zu machen. Seine persönlichen Leiden wurden durch seine Musik zur Kunst und er vollzog durch seinen Selbstmord, natürlich nicht beabsichtigt, das seine Kunst unsterblich wurde. So, ist das jetzt auch mal geklärt.

So, werter Leser, Sie haben es also geschafft, sich durch diesen text durchzukämpfen. Ich gebe euch Lesern jetzt mal eine kleine Erholung, denn der zweite Teil wird mit ekliger Musik durchsetzt sein. Da braucht man alle Kräfte, also schön sammeln bis nächste Woche! Bis nächste Woche, bleibt sauber und haltet euer drittes Auge offen. 

19.5.07 01:47
 


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